Tool-Vergleich

n8n vs. Make

n8n und Make (ehemals Integromat) sind beide visuelle Automatisierungs-Plattformen mit großem Funktionsumfang. Der entscheidende Unterschied: n8n lässt sich selbst hosten, Make ist Cloud-only. Gerade bei sensiblen Geschäftsdaten ist das ausschlaggebend.

n8n oder Make — was passt für den Mittelstand?

n8n und Make (ehemals Integromat) sind beide visuelle Automatisierungs-Plattformen mit großem Funktionsumfang. Der entscheidende Unterschied: n8n lässt sich selbst hosten, Make ist Cloud-only. Gerade bei sensiblen Geschäftsdaten ist das ausschlaggebend.

Kriteriumn8nMake
HostingSelf-Hosted oder CloudNur Cloud
DSGVOEU-/On-Premise-Hosting möglichCloud-Verarbeitung
PreismodellSelf-Hosted ohne Operations-LimitPro Operation
Code-FlexibilitätVoller Code-ZugriffBegrenzte Code-Module
Visueller EditorJa, plus CodeSehr stark visuell
Ideal fürDatenhoheit & komplexe LogikVisuelle Workflows mittlerer Tiefe

Unser Fazit

Make ist exzellent für visuell aufgebaute Workflows. Sobald jedoch Datenhoheit, DSGVO und komplexe Logik (z. B. ERP/DATEV-Anbindung) im Spiel sind, spielt n8n seine Self-Hosting-Stärke aus. Wir helfen Ihnen, die richtige Wahl zu treffen — und setzen beide um.

  • Unabhängige Beratung — wir verkaufen kein Tool, sondern die passende Lösung
  • Self-Hosted-Option für maximale Datenkontrolle (DSGVO)
  • Umsetzung inkl. ERP-, Shop- und DATEV-Anbindung aus einer Hand

Häufige Fragen

Was ist der Unterschied zwischen n8n und Make?

n8n ist Self-Hostbar (volle Datenkontrolle, DSGVO), Make ist Cloud-only. n8n bietet mehr Code-Flexibilität, Make einen sehr ausgereiften visuellen Editor.

Welches Tool ist DSGVO-konformer?

n8n, weil es auf eigenen Servern in Deutschland laufen kann. Bei Make werden Daten in der Cloud verarbeitet.

Ist Make günstiger als n8n?

Make rechnet pro Operation ab. Bei hohem Volumen ist Self-Hosted n8n meist wirtschaftlicher.

Können Sie von Make zu n8n migrieren?

Ja. Wir überführen bestehende Make-Szenarien bei Bedarf nach n8n.

Bereit, n8n vs Make anzugehen?

Kostenloses Erstgespräch — wir prüfen Ihre Systemlandschaft und zeigen konkret, was sich automatisieren lässt.

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Praxis-Beispiel: Auftragsverarbeitung mit DATEV-Übergabe

Ein Großhändler mit 12 Mitarbeitern verarbeitet täglich 80–120 Eingangsbestellungen. Bestellungen kommen per E-Mail, über den Online-Shop und via EDI. Das Ziel: automatische Prüfung, Buchung in DATEV, Versandauftrag an das Lager — ohne manuelle Dateneingabe.

4,5 h
täglicher Aufwand vorher
22 min
täglicher Aufwand nachher
0 €
Cloud-Kosten für Datendurchsatz
100 %
Daten auf eigenem Server (DSGVO)

Make wäre hier an seine Grenzen gestoßen: Das DATEV-REWE-Format erfordert eine eigene Parsing-Logik (JavaScript), die Make nur eingeschränkt unterstützt. Der Datendurchsatz von täglich 100+ Bestellungen hätte im Make-Business-Plan monatlich rund 320.000 Operationen erzeugt — Kosten: ca. 130 € pro Monat. Mit Self-Hosted n8n auf einem 15-€-VPS: keine operationsbasierte Abrechnung, volle Kontrolle.

Typische Fehler beim Tool-Wechsel — und wie wir sie vermeiden

Viele Unternehmen starten mit Make, weil der visuelle Einstieg niederschwellig ist. Nach 12–18 Monaten wachsen die Anforderungen: mehr Systeme, mehr Datenvolumen, strengere Compliance-Vorgaben. Dann entsteht Migrationsdruck. Diese Fehler sehen wir dabei regelmäßig:

Undokumentierte Szenarien

Make-Szenarien wachsen organisch und sind selten dokumentiert. Beim Wechsel zu n8n fehlt das Verständnis, welche Datenfelder wofür genutzt werden. Wir machen vor der Migration eine vollständige Szenario-Analyse.

Webhook-URLs ändern sich

Externe Systeme (Shops, CRM, ERP) haben Make-Webhook-URLs fest hinterlegt. Eine Migration ohne parallelen Betrieb führt zu Datenverlust. Wir betreiben beide Systeme überlappend, bis alle Endpunkte umgestellt sind.

Fehlende Fehlerbehandlung

Make versteckt Fehler hinter automatischen Wiederholungen. In n8n muss Fehlerbehandlung explizit eingebaut werden — was langfristig stabiler ist, aber anfangs Mehraufwand bedeutet. Wir liefern Workflows mit integriertem Error-Routing und Benachrichtigungen.

Falsch dimensionierter Server

n8n Self-Hosted auf einem zu kleinen VPS (1 CPU, 1 GB RAM) bricht bei Lastspitzen zusammen. Wir dimensionieren die Infrastruktur anhand des tatsächlichen Workflow-Volumens — typisch 2 vCPU, 4 GB RAM für mittelgroße Installationen.

Erweiterte Fragen zum Vergleich

Kann Make auch On-Premise oder in einer privaten Cloud betrieben werden?

Nein. Make ist ausschließlich als SaaS-Produkt verfügbar. Alle Daten werden über Make-Server (aktuell USA/EU) verarbeitet. Für Unternehmen mit internen Compliance-Vorgaben oder Berufsgeheimnis (z. B. Steuerberater, Anwälte, Medizin) ist das problematisch. n8n bietet hier Self-Hosted-Betrieb auf eigener Infrastruktur in Deutschland.

Ab welchem Datenvolumen lohnt sich n8n Self-Hosted gegenüber Make finanziell?

Make rechnet pro Operation ab. Bei ca. 10.000 Operationen/Monat (Make Core: 10.000 inkl., dann 9 €/10.000) wird es ab mittleren Workflows relevant. Ein typischer B2B-Workflow (Bestellung → DATEV → Lager) erzeugt je nach Anzahl der Steps 5–15 Operationen pro Vorgang. Bei 2.000 Aufträgen/Monat sind das 10.000–30.000 Operationen. Self-Hosted n8n auf einem eigenen VPS (15–25 €/Monat) ist dann in der Regel günstiger — ohne operationsbasiertes Limit.

Wie aufwendig ist die Einrichtung von n8n im Vergleich zu Make?

Make hat keinen Setup-Aufwand — Account erstellen, loslegen. n8n Self-Hosted erfordert einen VPS, Docker-Konfiguration, HTTPS-Zertifikat und Backup-Konzept. Das dauert beim ersten Mal 2–4 Stunden. Wir übernehmen diesen Setup vollständig: Server, n8n-Installation, SSL, automatische Updates und tägliches Backup sind Teil unseres Implementierungspakets.

Welches Tool eignet sich besser für komplexe Bedingungen und Schleifen?

n8n. Beide Tools unterstützen Verzweigungen und Iterationen, aber n8n erlaubt vollständigen JavaScript-Code in jedem Node. Komplexe Transformationen — z. B. Normalisierung von DATEV-Buchungsformaten, dynamische XML-Generierung für EDI oder mehrstufige Konditionslogik — lassen sich in n8n direkt implementieren. In Make sind Sie auf die vorhandenen Funktionen und Module begrenzt; aufwendige Logik erfordert oft Workarounds über externe Webhooks.

Georg Grahamer
Georg Grahamer Dr. h.c. · State-Examined Business Economist

Autor dieser Seite. Unternehmer und KI-Integrationsexperte aus Bayern — verbindet ERP-, Shop- und Buchhaltungssysteme für den Mittelstand in der DACH-Region. Über Georg · KI-Referenzen · Kontakt

Stand: Juli 2026