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Leistung · Angebots-KI

Angebote automatisch erstellen mit KI

Artikeldaten, Kataloge und die Angebote Ihrer Lieferanten laufen automatisch zusammen. Übrig bleibt der letzte Schritt: das Angebot stellen. Bei einem laufenden Kunden von vier Stunden auf 45 Minuten.

Die Angebotserstellung ist in fast jedem technischen Handels- und Fertigungsbetrieb der teuerste Verwaltungsprozess — und der am schlechtesten dokumentierte. Sie taucht in keiner Kostenstelle auf, weil sie überall gleichzeitig stattfindet: im Innendienst, in der Technik, im Einkauf, abends im Postfach des Geschäftsführers.

Und sie ist selten das, wofür man sie hält. Wer im Innendienst zusieht, stellt fest: Das Schreiben des Angebots dauert eine halbe Stunde. Die restlichen dreieinhalb gehen dafür drauf, die Zahlen überhaupt erst zusammenzubekommen — aus dem ERP, aus Katalogen, aus alten Angeboten und aus den Postfächern von Lieferanten, die noch nicht geantwortet haben.

Genau an dieser Sammelarbeit setzt die Angebots-KI an. Nicht am Schreiben. Am Zusammentragen.

Standbild aus dem Video: Georg Grahamer erklärt die Angebots-KI

Georg Grahamer — Agentur für KI-Automatisierung

In zwei Minuten: warum ein Angebot vier Stunden dauert, was davon Sammelarbeit ist und an welcher Stelle die Angebots-KI eingreift. Der Avatar bin ich — erzeugt mit derselben Technik, die ich bei Kunden einsetze. Als Unternehmer habe ich nicht die Zeit, für jedes Thema vor die Kamera zu treten. Mit dem Klick wird das Video von HeyGen (app.heygen.com, HeyGen Inc., USA) nachgeladen. Dabei werden Ihre IP-Adresse und Browserdaten an den Anbieter übertragen; vorher besteht keine Verbindung dorthin. Näheres in der Datenschutzerklärung.

Warum ein Angebot vier Stunden dauert und nicht eine

Bei dem Kunden, dessen Zahlen weiter unten stehen, haben wir vor dem Projekt vier Wochen lang mitgeschrieben, wohin die Zeit tatsächlich geht. Das Ergebnis überrascht fast jede Geschäftsführung — weil die eigentliche Facharbeit der kleinste Posten ist.

ArbeitsschrittZeitanteilWarum er so lange dauert
Anfrage lesen und verstehenca. 20 MinFreitext-E-Mail, PDF-Leistungsverzeichnis, fotografierte Stückliste — jede Anfrage kommt anders
Positionen den eigenen Artikeln zuordnenca. 45 MinKundenbezeichnung ≠ eigene Artikelnummer; Suche über Katalog, ERP und Erfahrung
Preise, Konditionen, Verfügbarkeit prüfenca. 40 MinERP, Preisliste, Rahmenvertrag und letztes Angebot sagen nicht immer dasselbe
Fremdpositionen bei Lieferanten anfragenca. 35 Min ArbeitszeitAnfragen schreiben, nachfassen, Rückläufer sortieren — verteilt über mehrere Tage
Alles zusammenführen und kalkulierenca. 55 MinFormate, Währungen, Staffeln, Gültigkeiten und Zuschläge von Hand in eine Rechnung bringen
Angebot schreiben und prüfenca. 30 Minder einzige Schritt, den man landläufig „Angebot erstellen" nennt

Fünf von sechs Schritten sind Beschaffung von Informationen, die im Unternehmen bereits vorhanden sind oder von außen angefordert werden müssen. Nur der letzte ist Vertriebsarbeit. Ein Werkzeug, das nur beim Schreiben hilft, greift also an der Stelle an, die ohnehin die kürzeste ist.

Das erste Problem: Ihre Daten liegen an fünf Orten

Kein mittelständischer Betrieb hat alle Angaben, die in ein Angebot gehören, an einer Stelle. Das ist kein Versäumnis, sondern gewachsene Realität — die Systeme sind zu unterschiedlichen Zeiten aus unterschiedlichen Gründen eingeführt worden.

QuelleWas dort stehtWarum es Arbeit macht
ERP / WarenwirtschaftArtikelstamm, Einkaufspreise, Bestände, Konditionsgruppenführend, aber unvollständig bei allem, was nicht Lagerware ist
Hersteller- und Lieferantenkatalogetechnische Daten, Varianten, Zubehör, NachfolgeartikelPDF, Portal oder BMEcat — selten in derselben Struktur wie der eigene Stamm
Preislisten und RahmenverträgeStaffeln, Projektpreise, Jahresabsprachenliegen als Excel-Datei im Ordner, nicht im System; werden turnusmäßig ersetzt
Angebotshistoriewas dieser Kunde zuletzt zu welchem Preis bekommen hatder wichtigste Anhaltspunkt überhaupt — und meist nur über die Suche im Postfach greifbar
Technik und KonstruktionMachbarkeit, Aufwand, AlternativvorschlagRückfrage per Zuruf oder Mail, Antwort abhängig von Anwesenheit

Jede dieser Quellen für sich ist beherrschbar. Der Aufwand entsteht aus der Zusammenführung — und daraus, dass ein Mensch beim Zusammenführen entscheiden muss, welche Angabe gilt, wenn zwei Quellen sich widersprechen.

Das zweite Problem: Sie warten auf die Angebote anderer

Das ist der Engpass, über den in Digitalisierungsgesprächen fast nie geredet wird — und der in der Praxis die Durchlaufzeit bestimmt. Sobald ein Angebot Positionen enthält, die Sie nicht selbst kalkulieren können, wird aus einem Vorgang eine Kette von Vorgängen:

  1. Fremdpositionen erkennen Welche Zeilen kann ich aus eigenem Bestand und eigener Preislogik beantworten, welche nicht? Sonderanfertigungen, Zukaufteile, Fremdmontage, Fracht bei Sperrgut.
  2. Den passenden Lieferanten wählen Wer hat es, wer liefert rechtzeitig, wer hat beim letzten Mal den besseren Preis gemacht? Oft mehrere parallel, um vergleichen zu können.
  3. Anfragen hinausschicken Jede in einem anderen Format: Portal, Formular, E-Mail mit Anhang, bei manchen bis heute per Telefon.
  4. Warten Ein Werktag ist schnell, drei sind normal, bei Sonderanfertigungen wird es eine Woche. In dieser Zeit ruht Ihr Angebot.
  5. Nachfassen Wer nicht antwortet, muss erinnert werden — und jemand muss sich merken, wer noch aussteht.
  6. Rückläufer verarbeiten Drei Lieferanten, drei Formate: ein PDF, eine Excel-Tabelle, ein Fließtext in der Mail. Preise teils netto, teils mit Rabatt, teils mit eigener Gültigkeit und Mindestmenge.
  7. Vergleichen und einsetzen Umrechnen, Aufschlag drauf, in die eigene Kalkulation übernehmen, Lieferzeit ans Gesamtangebot anpassen.

Die reine Arbeitszeit dafür ist überschaubar. Der Schaden liegt in der Kalenderzeit: Zwischen Anfrage und Angebot vergehen Tage, in denen der Kunde bereits ein Angebot vom Wettbewerb auf dem Tisch hat. Im Projekt weiter unten war das der Punkt, den die Geschäftsführung im Nachhinein für den wertvollsten Effekt hielt — nicht die eingesparten Stunden, sondern dass Angebote am selben Tag rausgehen.

Und ein zweiter Punkt, der selten benannt wird: Dieses Wissen — welcher Lieferant was kann, wen man wie anschreibt, wo der Spielraum liegt — steckt in zwei, drei Köpfen. Fällt einer aus, steht der Prozess.

Wie die Angebots-KI daraus einen Vorgang macht

Die Angebots-KI von Grahamer.AI ersetzt keines Ihrer Systeme. Sie legt sich als Agent darüber, bedient die Quellen so, wie Ihr Innendienst sie bedient, und führt zusammen, was heute von Hand zusammengetragen wird. Am Ende steht kein Automatikversand, sondern ein vollständiger Entwurf, der geprüft werden will.

1Anfrage

E-Mail, Formular, PDF-Leistungsverzeichnis oder Stückliste. Der Agent liest den Inhalt aus und erkennt die Positionen.

Artikeldaten & ERP

Artikelstamm, Preise, Konditionsgruppe des Kunden, Bestand, Lieferzeit.

Kataloge & Preislisten

Herstellerkataloge, BMEcat, Rahmenverträge, Excel-Staffeln, Nachfolgeartikel.

Lieferanten & Partner

Anfragen gehen automatisch raus, Rückläufer werden automatisch eingelesen — auch als PDF oder Mailtext.

2Zusammenführen und abgleichen

Alle Angaben landen in einer Position. Widersprechen sich zwei Quellen, gewinnt die Regel, die Sie festgelegt haben — und der Agent vermerkt es.

3Kalkulieren nach Ihren Regeln

Staffeln, Zuschläge, Mindestmengen, Frachtregeln, Projektpreise. Keine allgemeine Annahme — Ihre hinterlegte Logik.

4Angebotsentwurf

Vollständig, in Ihrem Layout, mit Positionen, Texten, Lieferzeiten und Gültigkeit. Unsichere Stellen sind markiert statt geraten.

5Ihr Vertrieb: prüfen und senden

Der letzte Arbeitsschritt ist die Angebotsstellung selbst. Alles davor ist erledigt.

Der entscheidende Unterschied zu einer Angebotssoftware: Es wird nichts abgelöst. Ihr ERP bleibt führend, Ihr Layout bleibt, Ihre Preislogik bleibt. Der Agent bedient diese Systeme, statt sie zu ersetzen — und deshalb gibt es kein Migrationsprojekt und keinen Stichtag, an dem alles anders ist.

Der Lieferanten-Kreislauf im Detail

Weil dieser Teil in den meisten Projekten den größten Hebel hat, hier genauer, was der Agent dort tut:

  • Fremdbedarf erkennen. Anhand von Artikelstamm und Bestand entscheidet der Agent je Position, ob sie aus eigenen Quellen beantwortbar ist. Alles andere geht in die Lieferantenschleife.
  • Anfragen erzeugen und versenden. Pro Lieferant eine Anfrage im gewohnten Format — mit den Positionen, die ihn betreffen, in seiner Artikelbezeichnung, nicht in Ihrer. Mehrere Lieferanten parallel, wenn Sie vergleichen wollen.
  • Rückläufer lesen. Antwortet ein Lieferant mit PDF, wird das PDF ausgelesen. Antwortet er mit Excel, wird die Tabelle gelesen. Antwortet er im Fließtext, wird der Text ausgewertet. Die Zuordnung erfolgt über die ursprüngliche Anfrage, nicht über Vertrauen in einheitliche Formate.
  • Nachfassen. Wer nach einer von Ihnen gesetzten Frist nicht geantwortet hat, bekommt automatisch eine Erinnerung. Der Innendienst muss sich nichts mehr merken.
  • Vergleichen. Liegen mehrere Angebote zur selben Position vor, stellt der Agent sie gegenüber — Preis, Lieferzeit, Mindestmenge, Gültigkeit — und schlägt eines vor. Die Entscheidung bleibt bei Ihnen.
  • Einsetzen. Der gewählte Einkaufspreis geht mit Ihrem Aufschlag in die Position, die Lieferzeit in die Gesamtlieferzeit des Angebots.

Was dieser Teil nicht tut: eigenständig bestellen, verhandeln oder Zusagen machen. Der Agent fragt an und liest die Antwort. Jede Verpflichtung gegenüber einem Lieferanten entsteht weiterhin durch einen Menschen.

Was am Ende übrig bleibt

Wenn das läuft, sieht der Innendienst morgens nicht mehr eine Anfrage, sondern einen fertigen Entwurf mit allen Zahlen. Zu tun bleibt:

  • Prüfen. Stimmen die Positionen, ist nichts übersehen worden, passt die Lieferzeit zur Zusage, die man geben will?
  • Entscheiden, wo der Agent markiert hat. Nicht erkannte Sonderfälle liegen als offene Punkte vor, nicht als stillschweigende Annahme.
  • Kaufmännisch werten. Marge, strategischer Preis, Beziehung zum Kunden. Das ist Vertriebsarbeit und bleibt beim Menschen.
  • Senden.

Das ist gemeint, wenn hier von 45 Minuten statt vier Stunden die Rede ist: überwiegend Prüfzeit. Nicht weniger Sorgfalt — weniger Suchen.

Der belegte Fall: 4 Stunden auf 45 Minuten

Ausgangslage. Ein Kunde im technischen Handel mit über 100.000 Produkten. Jede Anfrage wurde vom Innendienst manuell bearbeitet — Artikel heraussuchen, Preise prüfen, Vorgängerangebote sichten, Zulieferer anfragen, Text schreiben. Durchschnitt: rund vier Stunden je Angebot, verteilt über zwei bis drei Tage.

Umsetzung. Anbindung an ERP und Angebotshistorie, Einlesen der Hersteller- und Preislistendaten, Abbildung der Preis- und Konditionslogik, automatisierte Lieferantenanfragen samt Auswertung der Rückläufer. Der Agent erzeugt den Entwurf, der Innendienst gibt frei.

Ergebnis. Die Bearbeitung sank auf etwa 45 Minuten, überwiegend Prüfzeit — rund 70 % weniger Zeitaufwand, rechnerisch etwa 95.000 € Entlastung pro Jahr. Der Nebeneffekt war fast noch wichtiger: Angebote gehen am selben Tag raus statt nach drei Tagen.

Zahlen aus einem laufenden Kundenprojekt. Ihr Ergebnis hängt von Ausgangslage, Datenqualität und Angebotsvolumen ab — die Größenordnung klären wir in der Analyse.

Wann sich eine Angebots-KI rechnet

Merkmal Ihres BetriebsEignung
Mehr als 20 Angebote pro Wochesehr gut
Angebote dauern länger als eine Stundesehr gut
Viele Positionen aus einem Katalog oder ERPsehr gut
Zukaufteile: Sie müssen regelmäßig Lieferanten anfragensehr gut
„Preis auf Anfrage" statt Preisliste im Shopsehr gut
Artikeldaten liegen in mehreren Systemen und Dateiengut
Wenige, sehr individuelle Großprojekte im Jahreher nicht
Preise stehen fest im Shop, kein Angebotsprozessnein

Die Faustregel: Je öfter Sie ähnliche Angebote schreiben und je mehr Fremdpositionen darin stecken, desto größer der Hebel. Bei echten Unikaten mit Konstruktionsaufwand bleibt der Mensch schneller — das sage ich Ihnen dann auch.

Einführung in vier Schritten

  1. Prozessaufnahme (1–2 Wochen) Ich sitze beim Innendienst und sehe zu, wie ein Angebot tatsächlich entsteht — nicht, wie es im Handbuch steht. Ergebnis: eine Liste der Quellen, der Regeln und der Sonderfälle.
  2. Datenanbindung (2–4 Wochen) Zugriff auf ERP, Kataloge, Preislisten und Historie. Hier zeigt sich, wie gepflegt die Stammdaten sind — dieser Schritt bestimmt die Projektdauer stärker als alles andere.
  3. Regelwerk und Pilot (3–4 Wochen) Ihre Preis- und Konditionslogik wird abgebildet, die Lieferantenschleife eingerichtet. Der Agent läuft zunächst parallel: er erzeugt Entwürfe, der Innendienst arbeitet weiter wie bisher und vergleicht.
  4. Produktivbetrieb (ab Woche 8–12) Umstellung erst, wenn die Entwürfe verlässlich sind. Danach laufender Feinschliff an den Sonderfällen, die im echten Betrieb auftauchen.

Der Pilot ist bewusst so gebaut, dass er scheitern darf, ohne dass Ihr Tagesgeschäft betroffen ist. Ausgerollt wird, was sich vorher bewiesen hat.

Wo Ihre Daten dabei liegen

Angebotsdaten sind mit das Sensibelste, was ein Betrieb hat: Einkaufspreise, Margen, Konditionen einzelner Kunden. Diese Daten gehören nicht ungefragt auf fremde Server.

Deshalb ist der Regelfall bei mir ein eigener KI-Server im Unternehmen oder in einem deutschen Rechenzentrum. Die Sprachmodelle laufen dort lokal, die Orchestrierung über n8n ebenfalls. Wo es sinnvoll ist, externe Modelle einzubinden, geschieht das gezielt und für klar benannte Teilaufgaben — nicht pauschal für alles. Was das für die DSGVO und den EU AI Act bedeutet, steht auf der Seite KI und Datenschutz.

Angebots-KI im größeren Vertriebsbild

Die Angebotserstellung ist meist nur der Einstieg. Sobald Anfragen strukturiert erfasst und Positionen sauber zugeordnet werden, lassen sich angrenzende Schritte anschließen:

  • Anfrage-Triage — eingehende Anfragen automatisch nach Produktgruppe, Dringlichkeit und Zuständigkeit sortieren
  • Nachfassen beim Kunden — Erinnerung an offene Angebote, mit vorbereitetem Anschreiben zur Freigabe
  • Preisprüfung — Hinweis, wenn ein Angebot unter Ihrer Mindestmarge liegt
  • Auftragsübernahme — angenommene Angebote ohne Neueingabe ins ERP überführen
  • Lieferantenbewertung — wer antwortet schnell, wer hält Preise, wer fällt regelmäßig aus

Diese Ausbaustufen kommen erst, wenn die erste läuft. Der Pilot muss sich beweisen, bevor mehr investiert wird.

Häufige Fragen

Wie lange dauert die Einführung einer Angebots-KI?

Typischerweise 8 bis 12 Wochen bis zum produktiven Einsatz. Der größere Teil dieser Zeit geht nicht in die KI, sondern in Ihre Daten und Ihre Regeln: Wie gepflegt ist der Artikelstamm, liegen Preislisten maschinenlesbar vor, wie viele Ausnahmen kennt Ihre Kalkulation? Bei einem gut gepflegten ERP mit klarer Preislogik sind acht Wochen realistisch. Sind Preise über Excel-Dateien und Rahmenverträge verstreut und existiert die Konditionslogik hauptsächlich im Kopf erfahrener Kollegen, werden es zwölf oder mehr. Diese Einschätzung bekommen Sie nach der Prozessaufnahme in der ersten oder zweiten Woche — nicht als Schätzung vorab, sondern nachdem wir gesehen haben, was tatsächlich da ist. Der Pilot läuft dabei parallel zum Tagesgeschäft, Ihr Innendienst arbeitet in dieser Zeit unverändert weiter.

Was kostet eine Angebots-KI?

Für einen klar umrissenen Angebotsprozess — eine Produktgruppe, ein ERP, eine überschaubare Preislogik — liegt die Größenordnung bei 30.000 bis 50.000 €. Kommen mehrere Produktbereiche, mehrere Datenquellen oder eine ausgeprägte Lieferantenschleife dazu, bewegt es sich Richtung 50.000 bis 120.000 €. Dazu kommt der laufende Betrieb: Serverkosten, Modellnutzung und Pflege, je nach Aufbau meist ein niedriger vierstelliger Betrag im Monat. Ob sich das rechnet, lässt sich vorab gut abschätzen: Angebote pro Woche mal Stunden pro Angebot mal Ihrem internen Stundensatz ergibt die jährliche Belastung, die heute in diesem Prozess steckt. Liegt sie deutlich über den Projektkosten, lohnt das Gespräch. Erstgespräch und Potentialanalyse sind kostenfrei.

Kann die KI Angebote von Lieferanten selbst einholen?

Ja, und das ist meist der größte Einzelhebel. Der Agent erkennt, welche Positionen Sie nicht aus eigenem Bestand beantworten können, erzeugt pro Lieferant eine Anfrage in dessen gewohntem Format und versendet sie. Die Rückläufer liest er automatisch ein — ob als PDF, Excel-Tabelle oder Fließtext in der Mail — und ordnet sie den ursprünglichen Positionen zu. Wer nicht innerhalb der von Ihnen gesetzten Frist antwortet, bekommt automatisch eine Erinnerung. Liegen mehrere Angebote zur selben Position vor, stellt der Agent Preis, Lieferzeit, Mindestmenge und Gültigkeit gegenüber und schlägt eines vor. Was er nicht tut: bestellen, verhandeln oder Zusagen machen. Jede Verpflichtung gegenüber einem Lieferanten entsteht weiterhin durch einen Menschen.

Wir haben Artikeldaten in mehreren Systemen und in PDF-Katalogen. Geht das trotzdem?

Das ist der Normalfall, nicht die Ausnahme. Kein mittelständischer Betrieb hat alle Angaben an einer Stelle: Das ERP führt den Artikelstamm, die technischen Daten stehen im Herstellerkatalog, die Projektpreise in einer Excel-Datei, und was dieser Kunde zuletzt bezahlt hat, findet sich im Postfach. Der Agent bedient diese Quellen so, wie Ihr Innendienst sie bedient. Strukturierte Formate wie BMEcat oder Datenbankexporte werden direkt gelesen, PDF-Kataloge und Preislisten werden ausgewertet. Widersprechen sich zwei Quellen, entscheidet die Rangfolge, die Sie festlegen — und der Agent vermerkt den Widerspruch, statt ihn stillschweigend aufzulösen. Eine Datenmigration ist dafür nicht nötig; die Systeme bleiben, wo sie sind.

Kann die KI auch Preise festlegen?

Sie kalkuliert nach Ihren hinterlegten Regeln — Staffeln, Konditionsgruppen, Zuschläge, Mindestmengen, Frachtregeln, Projektpreise. Sie erfindet keine Preise und leitet auch keine aus Marktdaten ab. Das ist eine bewusste Entscheidung: Ein Angebotspreis ist eine kaufmännische Aussage mit Bindungswirkung, keine Schätzung. Wo Ihre Regeln enden — eine Position ohne hinterlegte Kondition, ein Kunde ohne Preisgruppe, eine ungewöhnliche Menge — markiert der Agent die Zeile zur manuellen Entscheidung, statt zu raten. Diese Markierungen sind übrigens der beste Gradmesser für den Reifegrad: Werden sie über die Wochen weniger, ist die Regellogik vollständiger geworden. Bleiben sie an derselben Stelle hoch, gibt es dort eine Entscheidung, die tatsächlich beim Menschen liegen sollte.

Was ist mit Sonderfällen und Ausnahmen?

Die sind der eigentliche Aufwand jedes solchen Projekts — und der Grund, warum ich vorab mit dem Innendienst spreche und nicht nur mit der Geschäftsführung. Die Geschäftsführung kennt den Prozess, wie er gedacht ist; der Innendienst kennt ihn, wie er läuft. Genau in dieser Differenz stecken die Ausnahmen: der Kunde mit der mündlichen Sonderabsprache, das Teil, das man beim Wettbewerber zukauft, die Frachtregel, die nur für einen Empfänger gilt. Ein Teil davon wird als Regel abgebildet. Der Rest bleibt bewusst manuell: Erkennt der Agent eine Konstellation nicht, legt er sie zur Bearbeitung vor, statt einen falschen Entwurf zu erzeugen. Ein System, das bei Unsicherheit rät, verliert das Vertrauen des Vertriebs im ersten Monat — und danach nutzt es niemand mehr.

Funktioniert das mit unserem ERP?

In aller Regel ja. Über 90 der im Mittelstand verbreiteten ERP-, Warenwirtschafts- und Shopsysteme sind anbindbar — darunter JTL, Xentral, weclapp, SAP Business One, Microsoft Dynamics Business Central, Odoo, Sage sowie Shopware, Shopify und WooCommerce auf der Shopseite. Entscheidend ist nicht der Hersteller, sondern ob sich Daten auslesen lassen: über eine API, einen Datenbankzugriff oder notfalls einen geplanten Export. Selbst bei älteren Systemen ohne moderne Schnittstelle gibt es meist einen Weg. Was das für Ihr System konkret heißt, lässt sich in wenigen Minuten klären — mehr als Systemname, Version und die Frage, ob ein API-Zugang existiert, brauche ich dafür nicht. Mehr dazu unter Systeme & Schnittstellen.

Bleiben unsere Einkaufspreise und Margen vertraulich?

Ja, und das ist der Grund, warum der Regelfall bei mir ein eigener KI-Server ist. Angebotsdaten enthalten das Sensibelste, was ein Handels- oder Fertigungsbetrieb hat: Einkaufspreise, Aufschläge, Sonderkonditionen einzelner Kunden. Diese Daten verlassen bei diesem Aufbau Ihr Haus nicht — die Sprachmodelle laufen lokal auf Ihrer eigenen Hardware oder in einem deutschen Rechenzentrum, die Orchestrierung über n8n ebenfalls. Wo der Einsatz eines externen Modells fachlich sinnvoll ist, geschieht das gezielt für eine klar benannte Teilaufgabe und mit Daten, die dafür geeignet sind — nicht pauschal für den gesamten Vorgang. Diese Abgrenzung halten wir schriftlich fest, bevor das System produktiv geht. Details unter eigener KI-Server.

30 Minuten, kostenfrei, ohne Verkaufsdruck

Wir schauen uns Ihren Angebotsprozess an und klären, ob sich KI dafür überhaupt lohnt. Wenn nicht, sage ich das.

Georg Grahamer — Agentur für KI-Automatisierung, Lagerhausstraße 2, 86836 Obermeitingen (Landkreis Landsberg am Lech).
Stand: 10. August 2026